Googles Penguin Update - keine Panik

Googles böser Pinguin ist kein Grund zur Panik!

Wie Sie sicherlich wissen ist Google kein Fan von Leuten, die für Links bezahlen, die das PageRank weitergeben. Dies wird als Manipulation der Suchergebnisse und als Verstoß gegen Googles Qualitätsrichtlinien angesehen.

Pinguin ist Googles Antwort auf dieses Problem, mit dem Versuch, Websites mit HAUPTSÄCHLICH „natürlichen“ Links zu belohnen und diejenigen zu bestrafen, die Abkürzungen nehmen, indem sie das Web mit bezahlten und qualitativ schlechten Links spammen. Die Einführung von Pinguin erfolgte am 24. April, 2012 in den USA und im Juni / Juli in den meisten Teilen Europas.

Pinguin bewirkt eine Veränderung im Algorithmus, um das Ranking von jeglichen Websites mit einem überoptimierten Link-Profil zu verringern und konzentriert sich somit auf die Verbesserung der Suchqualität. Wenn Ihr Ankertext in Links im Wesentlichen ohne Firmen Branding ist (also: kein Firmenname, keine Web Adresse oder Personennamen) oder wenn Sie Links in großen Linkfarmen gekauft haben, dann sollten Sie sich wegen Pinguin Sorgen machen.

Pinguin ist KEINE Bestrafung. Es ist eine Veränderung des Google Ranking Algorithmus’, die entworfen wurde, um Web-Spam Techniken nicht zu belohnen. Pinguin bestraft Sie sehr wahrscheinlich nicht besonders, da es einfach nur weniger Gewicht auf manche Ihrer Links oder Schlüsselwörter auf Ihrer Seite legt als es ursprünglich der Fall war, wenn es die Links als qualitativ niedrig oder unnatürlich erachtet.

Das heißt: Wenn 50% Ihrer Links nun als qualitative niedrig angesehen werden, werden Sie im Suchrang auf eine Position abfallen, auf der sich eine Website mit der Hälfte Ihrer Links befinden würde. Wenn 90% Ihrer Links unnatürlich sind, dann fallen Sie in den Suchresultaten für Begriffe ohne Markennamen ganz nach unten.

Wie finde ich heraus, ob ich von Pinguin betroffen bin?

Es gibt keinen garantierten Weg, um einen Abfall im Ranking gänzlich auf Pinguin zurückzuführen. Die beste Quelle aller Google Informationen über Ihre Website erhalten Sie natürlich von Google selbst – speziell über Google Webmaster Tools. Dieser kostenlose Service wird es Ihnen erlauben, Ihr Link-Profil so zu sehen wie es Google sieht. Außerdem ermöglicht es Ihnen, jegliche von Google über Ihre Website veröffentlichten Warnungen und Alarmsignale zu empfangen und darauf zu reagieren!

Zusätzlich können Sie Ihren Such-Traffic über die Webmaster Tools überprüfen und, was wesentlich wichtiger ist, die Impressionen (wie oft Ihre Website in Suchergebnissen angezeigt wurde). Wenn innerhalb einer Woche, nachdem das Pinguin Update stattgefunden hat, ein starker (unzeitgemäßen) Abfall im Traffic oder den Impressionen stattgefunden hat, dann sind Sie möglicherweise davon betroffen und sollten Korrekturmaßnahmen einleiten. Pinguin Updates werden wahrscheinlich jeden Monat oder alle 2 Monate zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Ländern veröffentlicht. Daher kann es sich als schwierig erweisen, einen Abfall im Traffic auf Pinguin zurückzuführen und Sie benötigen eventuell fachliche Hilfe, um die Ursache zu analysieren und einzugrenzen.

Sie müssen besonders darauf achten, einen Abfall aufgrund von Panda (niedrige Qualität des Inhalts) nicht mit Pinguin (Web-Spam) zu verwechseln, da beide Updates oftmals innerhalb weniger Tage nacheinander veröffentlicht werden – und die Lösungen für das jeweilige Problem sind völlig unterschiedlich!

Was ist zu tun, wenn ich die gefürchtete „Unnatürliche Links“ Warnungs-E-Mail erhalte?

Erstens: „KEINE PANIK!” Es gibt mehrere Ebenen von Google Warnungen – manche sind nur Hinweise und stellen keine tatsächliche Drohung mit Strafmaßnahmen dar. Warnungs-E-Mails stehen nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Pinguin Update – diese werden eigentlich nur manuell oder aufgrund eines manuellen Feedbacks versandt. Die erste Warnungs-E-Mail bezüglich unnatürlicher Link-Profile wurden in 2011 verschickt, also mehrere Monate vor Pinguin. Der Nachrichtentext klingt oftmals ungefähr so:

Wir haben festgestellt, dass auf einigen Seiten Ihrer Website eventuell Techniken verwendet werden, die gegen die Webmaster-Richtlinien von Google verstoßen.Suchen Sie insbesondere nach möglicherweise künstlichen oder unnatürlichen Links, die auf Ihre Website verweisen und zur Manipulation von PageRank dienen könnten. Zur unnatürlichen Verlinkung können beispielsweise gekaufte Links, die PageRank weitergeben, oder die Teilnahme an Textlink-Börsen gehören.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Website so zu anzupassen, dass sie unseren Qualitätsrichtlinien entspricht. Sobald Sie diese Änderungen durchgeführt haben, reichen Sie Ihre Website bitte zur nochmaligen Überprüfung für Googles Suchergebnisse ein.
Wenn Sie unnatürliche Links zu Ihrer Website finden, die Sie nicht kontrollieren oder entfernen können, geben Sie die Details bitte in Ihrem Überprüfungsantrag an.

Diese E-Mails können zu einer Strafe führen und in diesem Fall müssen Sie das Problem nach bestem Vermögen beheben, sich dann um eine Wiederaufnahme bewerben und detailgetreu alle Änderungen, die Sie gemacht haben oder Probleme, die Sie nicht beheben konnten, angeben. Das ist der einzige Fall, in dem Löschungen von Spam-Links von Google gefordert werden könnten.

Wie erholt man sich von Pinguin?

Es ist keine Überprüfung/Wiederaufnahme für ein Pinguin Update möglich – es ist keine Strafe, sondern eine Veränderung des Algorithmus. Was am meisten zählt ist: Sie haben Traffic verloren – wie bekommen Sie ihn jetzt wieder zurück?

Schlechte Links einfach zu entfernen ist NICHT der Weg, um sich von Pinguin zu erholen. Um in aller Eile die Verunsicherung der Such-Industrie zu reagieren, haben etliche SEOs Artikel zur Erholung von Pinguin veröffentlicht, die behaupteten, dass mit einer Löschung aller Spam-Links alles gut wird. Jedoch hat das Entfernen von schlechten Links, die jetzt sowieso keinen Wert mehr haben, für Ihr Ranking nicht von Nutzen sein. Und außerdem ist es unmöglich, zu wissen, auf welche spezifischen Links es Google abgesehen hat. Am Ende entfernen Sie wahrscheinlich noch einige Ihrer wertvollen Links!

Die beste Lösung ist, neue Links mit “Qualität” zu erzeugen und die jetzt von Google ignorierten Spam-Links zu ersetzen. Einer der besten Wege dies zu tun ist, mehr einzigartigen, qualitativ hochwertigen Inhalt auf Ihrer Website hinzuzufügen. Wenn Ihre Website das hat, was die „Nutzer“ möchten, dann werden sie Ihre Website öfter besuchen UND Links auf Ihre Site erstellen!

Insgesamt gesehen sollten Sie bezahlte Links vermeiden (die einzigen Ausnahmen sind im Moment einige nischen-spezifische oder regionale Spezial-Verzeichnisse und einige der größeren Verzeichnisse wie BOTW). Google hat bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass man Praktiken für bezahlte Links im Gegensatz zum Gebrauch von gesunden SEO-Techniken zur Erhöhung des PageRanks meiden sollte.

Beheben Sie, was Sie beheben können! Wenn Sie Onsite-Verbesserungen seit Monaten auf Ihrer SEO To-Do Liste stehen haben, dann ist jetzt die richtige Zeit, diese umzusetzen. Alles, was Sie tun können, um Ihre Website so zu verbessern, dass Ihnen dadurch zu mehr Traffic verholfen wird oder vorhandener Traffic besser umgewandelt wird, sollte priorisiert werden.

Integrieren Sie das so genannte “Social Sharing” – mit der ansteigenden Popularität von Social Media und abnehmendem Verlass auf die Suche ist das nicht-integrieren von Social Buttons wie z. B. Facebook, Twitter, Pinterest, Google+ etc. eines der schlimmsten Dinge, die Sie als Webmaster tun können. Abgesehen davon, dass Google Social Media liebt, entdeckt eine wachsende Anzahl von Leuten stetig Inhalte auf Basis dessen, was ihre Freunde auf Facebook, Twitter und Co. mit ihnen teilen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie unfairerweise betroffen sind oder bestraft wurden, dann können Sie das von Google aufgesetzte Formular verwenden, um Fehler bzgl. des Pinguin Updates zu melden – aber erwarten Sie durch die Beschwerde bei Google keine Wunder.

Es ist noch zu früh, um die vollen Auswirkungen dieser Updates abzuschätzen und nur Google weiß, welche Änderungen die Zukunft bringen mag (aber auch die Risiken von Black Hat Techniken werden nur dann zunehmen, wenn die Algorithmen raffinierter werden!). Somit sind die wichtigsten Tipps, die ich geben kann: bleiben Sie ruhig, befolgen Sie die Regeln und KEINE PANIK. Penguin